Um herauszufinden, wie wir unseren Abwasch noch nachhaltiger gestalten können, nehmen wir unsere Gewohnheiten in der Küche unter die Lupe. Wir zeigen dir, wie du mit ein paar wertvollen Tricks Geschirr und Töpfe noch ökologischer spülen kannst. Und wir nehmen uns Zeit für ein kleines Küchenprojekt: Spültücher stricken!

Ökologisch Geschirr spülen – aber wie?

Teller, Töpfe, Pfannen und Besteck. Sie stapeln sich neben der Spüle und wollen von dir abgewaschen werden. Wenn du deinen Abwasch jetzt noch nachhaltiger machen willst, gibt es drei Dinge, die du dich fragen solltest:

  • Bei welcher Wassertemperatur wasche ich ab und wie viel Wasser verbrauche ich wirklich? 
  • Ist mein Spülmittel wirklich ökologisch? Wie ist es verpackt?
  • Ist mein Abwaschschwamm komplett biologisch abbaubar? Oder gehört er in den Plastikmüll?

Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn du schnell etwas Ordnung in der Küche machen möchtest. Deine Mitbewohner freuen sich darüber. Aber muss für zwei schmutzige Tassen tatsächlich der Wasserhahn laufen? Du kannst Wasser sparen, wenn du am Abend das gesamte Geschirr des Tages mit nur einer Wassermenge abspülst. Beim Thema Wasserverbrauch in der Küche siegt also die Faulheit. Das freut uns sehr, denn auch wir im ökolädchen haben so unsere Baustellen.

Alleskönner Kernseife – nachhaltiges Spülmittel

Im ökolädchen fallen beim Abwasch vor allem jede Menge Tee- und Kaffeetassen mit hartnäckigen Rändern an. Hinzu kommen Teller, Schüsseln und Töpfe von einer schnellen Mittagspause. Und mal ehrlich: Oft steht das Geschirr einen halben Tag, bis einer von uns sich an den Abwasch macht. Eingetrocknete Essensreste sind da keine Seltenheit. Zum Glück haben wir die besten und nachhaltigsten Haushaltshelfer aus unserem Warenlager jederzeit griffbereit.

Bei hartnäckigem Schmutz stellen wir mit unserer hauseigenen Kernseife eine Lauge her und weichen stark verkrustetes Geschirr darin ein. Unsere natürliche Kernseife ist rein pflanzlich, enthält Olivenöl und Latschenkiefernöl, und kommt ohne synthetische Inhaltsstoffe aus. Sie duftet wunderbar frisch und pflegt ganz nebenbei die Haut. Auf diese Weise brauchen wir am Waschbecken in der Küche nur noch eine Seife – für den Abwasch und das Händewaschen. Mit unverpackten oder in Papier verpackten Seifen vermeidest du die klassischen Spülmittelflaschen und sparst zusätzlich Plastikmüll.

Ökologische Alternativen zu klassischen Spülschwämmen und Spültüchern

Klassische Spülschwämme bestehen zumeist aus Schaumstoff, also aus Kunststofffasern, die biologisch nicht abbaubar sind. Und dabei bezieht sich das Wort Schwamm doch eigentlich auf einen natürlichen Ursprung. Echte Naturschwämme wachsen im Meer und werden geerntet. Nach der Ernte wachsen sie einfach nach, sodass man Naturschwämme durchaus als erneuerbare Ressource bezeichnen kann. Und das Beste: Nachdem Naturschwämme über Wochen und – bei guter Pflege – auch Monate deinen Abwasch nachhaltiger gemacht haben, sind sie biologisch abbaubar und dürfen sogar auf dem Kompost entsorgt werden.

Andere Schwämme, wie zum Beispiel der Luffa-Schwamm, bestehen aus Pflanzenfasern. Luffa ist ein getrockneter Schwammkürbis, der sich in Scheiben geschnitten hervorragend für den Abwasch eignet. Und weil der pflanzliche Schwamm so stabil ist, darf er sogar bei 60° C in die Waschmaschine.

Spültücher stricken – für einen nachhaltigen Haushalt

Wir sind total begeistert von den vielen Alternativen, die es heute für klassische Abwaschschwämme und herkömmliche Spültücher gibt. Deshalb wagen wir uns an eine kleine Handarbeit, die unsere Küche noch nachhaltiger machen soll. Genau das richtige Sommerprojekt! 

Wir stricken Spültücher aus Bio-Baumwolle mit zwei unterschiedlichen Oberflächen. Und ersetzen damit Abwaschschwämme, die in der Regel nach der Benutzung in den Plastikmüll gehören. Die selbstgestrickten Spültücher aus Bio-Baumwolle sind bei bis zu 60° C waschbar, und werden in der Waschmaschine immer wieder schön sauber. Und wenn sie dann doch ausgedient haben, sind sie aufgrund ihres natürlichen Materials biologisch abbaubar.

Spültücher stricken – so geht’s

Was du benötigst:

  • Stricknadeln der Stärke 2,5
  • 100% GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle in der Stärke 155m/50g
  • Schere
  • Nadel, um den Faden zu vernähen

Wir schlagen für ein kleines Spültuch 50 Maschen an und stricken im Perlmuster. Das heißt, du strickst eine Reihe abwechselnd eine Masche links und eine Masche rechts. In der nächsten Reihe versetzt du die Maschen, das heißt, du strickst eine Masche rechts und eine Masche links. Eine rechte Masche trifft auf eine linke, eine linke auf eine rechte – und so weiter. Wir stricken so lange, bis das Spültuch quadratisch ist, dann ketten wir alle Maschen ab und vernähen die Fäden.

Das zweite Spültuch wird ähnlich gestrickt wie das erste, nur werden die Maschen hier nicht versetzt. Das Rippenmuster das dadurch entsteht, ist saugfähiger und elastischer.

Kurzanleitung 1

Spültücher stricken im Perlmuster

  • 50 Maschen anschlagen
  • Im Perlmuster stricken:
  • 1. Reihe: 1 Masche rechts, eine Masche links
  • 2. Reihe: 1 Masche links, eine Masche rechts
  • Reihe 1 und 2 fortlaufend wiederholen

Kurzanleitung 2

Spültücher stricken im Rippenmuster

  • 50 Maschen anschlagen
  • Rippen stricken:
  • 1. Reihe: 1 Masche rechts, eine Masche links
  • 2. Reihe: Maschen stricken wie sie erscheinen
  • Reihe 1 und 2 fortlaufend wiederholen

Mit schönen Spültüchern macht der Abwasch gleich doppelt so viel Freude. Viel Spaß beim Stricken!

Dein ökolädchen

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